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Aktuell

CHORISMA- Eutingen feiert seinen runden Geburtstag!

 

Die Pandemie hat auch Chorisma zugesetzt. Den 20zigsten Jahrestag der Gründung konnte im letzten Jahr nicht gefeiert werden und dies möchten wir am 21.05.2022 mit einem Jubiläumskonzert unter dem Titel „20+1“ nachholen.

2011 hat Chorisma-Eutingen e.V. die Nachfolge vom Liederkranz angetreten und hat die Chorgeschichte in Eutingen weitergeschrieben. CHORISMA-Eutingen e.V. wurde als „Junger Chor“ vom Liederkranz Eutingen 2001 gegründet.

Mit Patrick Rützel (dem 4. Chorleiter des Chores) fand der Vorstand vor 5 Jahren einen Dirigenten, der Chorisma und 3 weitere Chöre mit viel Enthusiasmus leitet. Sein Hauptberuf ist Chorleiter und ausgebildeter aktiver Sänger (Bariton).

Beim Konzert unterstützen uns die befreundeten Chöre „Voices E-motion“ aus Böblingen und der Vöhringer Chor „Vöhringer Voices“ ebenfalls von Patrick Rützel geleitet.

Mit einem Probenachmittag am 30.04.2022, Präsentproben seit März im Medienraum des Bürgerzentrums und während der Pandemie Online (wir berichteten) und „open Air“ im Sommer letzten Jahres konnte wir nochmals die Lieder aus unserem reichhaltigen Repertoire aus Rock, Pop und Musical (zum Teil mit neuen Arrangements) neu einstudieren. Mit einem vielseitigen Programm möchten wir unsere Gäste überraschen und für Chormusik begeistern.

Auch sonst ist der Chor wieder aktiv! Mit gemeinsamen Proben im Medienraum des Bürgerzentrums (unter Einhaltung der aktuellen Corona-Regeln), der geplanten Mitgliederversammlung, einem Jahresausflug, einem Konzertauftritt beim Vöhringer Chor „Vöhringer Voices“ am 19.05.2022 und einem Probennachmittag hat sich der Chor gut aufgestellt für dieses Jahr.  Besonders freuen wir uns auf das (wegen Corona) verschobene Konzert und auf unser Publikum, so hieß es von Seiten der Sängerinnen und Sänger!

Gerne machen wir Euch auf diesem Höhepunkt in unserer Chorgeschichte aufmerksam und laden herzlich dazu ein! Merkt euch den 21.05.22 um 20 Uhr (Einlass 19 Uhr) in der Festhalle Eutingen. Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt.

Gez. Marianne Fleckenstein Schriftführerin CHORISMA-Eutingen


Liederkranz Haiterbach’s Karin Killinger zur Ehrensängerin ernannt

Text: Monika Braun-Witt, Foto: Liederkranz Haiterbach

Der Liederkranz Haiterbach ist um ein Ehrenmitglied reicher geworden. Vorstandsmitglied Karin Killinger sollte bei der Generalversammlung des Liederkranzes am 20.03.2022 für 30 Jahre aktive Sängertätigkeit geehrt werden. Da sie an der Versammlung nicht teilnehmen konnte, wurden ihr die Urkunde und Geschenke am vergangenen Dienstag nach der Chorprobe, die in der katholischen Kirche stattfindet, übergeben.

Vorstandsmitglied Marlies Schuler sprach ein paar Dankesworte bevor sie den Stab an Monika Braun-Witt, Chorverbandspräsidentin und Sängerin des Liederkranzes, weitergab. Karin Killinger ist in der Pfalz aufgewachsen und kam der Liebe wegen nach Haiterbach. Sie besuchte im Juni 1991 die erste Chorprobe. Bereits ein Jahr später übernahm sie für 3 Jahre den Posten der Kassiererin. Von 1995 bis 2001 war sie eine große Stütze im Beirat und organisierte zusammen mit einem Team, einen Zyklus von Veranstaltungen für das Event „125 Jahre Liederkranz Haiterbach“.

Als 2. Vorsitzende arbeitete sie im Ehrenamt von 2001-2012 und steht nunmehr wiederum 10 Jahre mit einem Dreiergremium an der Spitze des Vereins.

 

 

Foto: v. links nach rechts: Vorstandsmitglieder Katja Schuon, Karin Killinger, Marlies Schuler, Präsidentin Monika Braun-Witt.

Die Chorverbandspräsidentin Monika Braun-Witt charakterisierte die Sopranistin als freundliche und „einladende“ Person, die mit beiden Beinen auf der Erde stünde. Sie sei aufgeschlossen für neue Ideen und bewahre die Tradition. Das Organisationstalent habe eine starke emotionale Seite und stünde für Verlässlichkeit. Mit ihr zusammen schaue der Verein optimistisch in die Zukunft und wird nächstes Jahr die Veranstaltungen zum Jubiläum „150 Jahre Liederkranz“ gut meistern.

Mit einem Songtext von Liedermacher Hanns Dieter Hüsch (*6. Mai 1925 – +6. Dezember 2005), „Ich setze auf die Liebe“, der zutreffender für unsere Zeit nicht sein könnte, schloß die Chorverbandspräsidentin die Feierstunde.

 


30 Jahre Frauenchor Egenhausen – Hauptversammlung: Die Dirigentin singt Ihren Jahresbericht!

Die Vorsitzende Siglinde Wollschläger eröffnete nach einer kurzen Begrüßung und dem leckeren Abendessen die offizielle Hauptversammlung am 16.02.2022 im Sportheim in Egenhausen mit der Ankündigung eines Liedvortrags, das man coronabedingt nur zu dritt singen könne. Eines der ersten Lieder, die der Chor vor 30 Jahren unter der Leitung von Klaus Mader einstudierte – „Fröhlichkeit und leichtes Leben“ wurde vorgetragen von Sabine Brenner, Bettins Zens und Siglinde Wollschläger.

Es folgte der Bericht der Kassiererin Erika Häußler, den Sabine Brenner in Vertretung vortrug. Fazit: Die Finanzen sind stabil.

Beate Traub als Schriftführerin bemerkte in Ihrem Bericht über das vergangene Jahr 2021, dass es doch trotz Corona erstaunlich viele Termine und Aktivitäten des Chores gab.

Ein sehr launiger und vergnüglicher Bericht trug die Dirigentin Bettina Zens in Liedform auf die Melodie „Wellerman“ vor. Das Publikum war begeistert und sichtlich amüsiert.

Beanstandungen gab es keine und somit konnte Bürgermeister Sven Holder die Entlastung vornehmen. Im Gepäck hatte Herr Holder die Ankündigung, dass auch seitens der Gemeinde das 30-jährige Bestehen des Chores gewürdigt werde und übergab der Vorstandschaft einen Scheck. Herr Holder bedauerte in seiner Ansprache den Ausfall zahlreicher geplanter Veranstaltungen und freut sich auf kommende Projekte, die die Räumlichkeiten in der Silberdistelhalle wieder mit Leben füllen.

Anschließend folgte ein kurzer Bildvortrag über die ersten 10 Jahre des Chores.

Gerne folgte die Präsidentin des Chorverbandes Kniebis-Nagold, Monika Braun-Witt, der Einladung des Chores und nahm die Ehrungen vor. Selbst mit Leib und Seele Sängerin zollte Sie dem Chor Respekt für all die tollen Konzerte und Veranstaltungen in den vergangenen Jahren.

Zahlreiche Ehrungen nahmen Chorverbandspräsidentin Monika Braun-Witt und Stellvertreter Hermann Friedrich beim Frauenchor Egenhausen vor.

Geehrt für 30 Jahre singen wurden zahlreiche Gründungsmitglieder:

Karin Bauer, Angelika Hammer, Andrea Hammer, Inge Krauß, Helga Kalmbach, Gisela Kirn, Sabine Brenner, Siglinde Wollschläger, Ingrid Steeb, Birgit Bürkle und Erika Häußler.

Auch der erst im letzten Jahr ausgeschiedene Vorsitzende Herr Herrmann Friedrich, der jetzt 2. Vorsitzender der Chorverbandes ist, ließ es sich nicht nehmen, noch folgende Sängerinnen zu ehren. Für 10 Jahre aktive Mitgliedschaft:  Ute Stickel, Andrea Schuon, Heidrun Roller und Martina Renz.

Für zahlreiche passive zu ehrende Mitglieder waren ebenso Urkunden vorbereitet. Auch diese Urkunden wurden von Herrmann Friedrich übergeben. Iris Maintok wurde für 25 Jahre Mitgliedschaft im Chor geehrt,  für 30 Jahre Mitgliedschaft wurden geehrt:

Ingrid Mühlbauer, Erika Teufel, Erika Eggert, Erika Kirn, Lieselotte Bruckner, Sina Weiß, Cornelia Steeb, Hedwig Genthner, Gisela Bühler, Ulrike Reimann, Helene Braun und Peter Reichhuber.  Unsere passiven Sängerinnen waren alle einige Jahre aktiv im Chor dabei, z. B. Ingrid Mühlbauer (29 Jahre aktive Sängerin),

Nach den Ehrungen wurde die Versammlung noch einmal mit einem Liedvortrag des 3-Gestirns mit dem Lied „Tiritomba“ offiziell beendet.

Die von Sabine Brenner und Siglinde Wollschläger vorbereitete Bilddokumentation über die restlichen 20 Jahre ging nun weiter und unter Gelächter und lustigen Kommentaren wurde der gemütliche Teil erst spät in der Nacht beendet.

 

Bericht von Siglinde Wollschläger


Bericht  Chorverbandsversammlung in Wittendorf (Loßburg)

Von Monika Braun-Witt

Der Chorverband Kniebis-Nagold hielt dieser Tage seine Verbandsvollversammlung in Wittendorf ab. Der „Männergesangverein Wittendorf“ nahm sein 100 jähriges Bestehen zum Anlaß, in der Laiberghalle das Treffen auszurichten.

Der Chorverband zählt 46 Vereine und Chöre. Er erstreckt sich über den Landkreis Freudenstadt, den südlichen Teil des Kreises Calw und den Südwestzipfel des Kreises Tübingen. Seinen ca. 1.400 Sänger/innen stehen seit 24 Jahren der Chorverbandspräsident aus Dornstetten-Aach, Hermann Friedrich, und seit 1999 sein Stellvertreter, Klaus Burkhardt aus Obertal, vor.

Nach der Eröffnung durch Hermann Friedrich begrüßte Karlheinz Kober die Versammelten als Vorsitzender des gastgebenden Vereins und gab einen Einblick in das eigene Vereinsleben.

Zu den Ehrengästen zählte Bürgermeister Christoph Enderle, der gleichzeitig auch Herrn Landrat Dr. Rückert vertrat. Er berichtete über die Gesamtgemeinde Loßburg, deren Wirtschaft, Tourismus, Infrastruktur und Kultur. Als Überraschungsgast konnte danach der Präsident des Schwäbischen Chorverbandes, Dr. Jörg Schmidt, den Anwesenden vorgestellt werden.

In seiner letzten Funktion als 1. Vorsitzender gab Hermann Friedrich ein Resümé über all seine Tätigkeiten in den vergangenen Jahren. Dazu zählten zahlreiche Sängerfeste und Chorfestivals, Festzüge, Jubiläen sowie gesellige Ausflüge und Chorreisen. Viele Neuerungen im Verband und das gute Miteinander mit dem Schwäbischen und Deutschen Sängerbund motivierten ihn stets. Es habe ihm immer Spaß gemacht, die Vereine nach außen zu vertreten und das Singen sei für ihn eine Herzenssache.

Anschließend durfte er auch den Vereinen „Concordia Lombach“, „MGV Wittendorf“ und „Harmonie Dietersweiler“ für ihr 100 jähriges Jubiläum zusammen mit dem Präsidenten des Schwäbischen Sängerbundes, Dr. Jörg Schmidt, gratulieren. Eine besondere Auszeichnung bekam der Liederkranz Hallwangen für 125 Jahre Vereinsgeschichte. Verónica Kluge und Thomas Müller erhielten beide für ihre 40jährige Chorleitertätigkeit eine Urkunde des Deutschen Chorverbandes mit Sitz in Berlin.

 

 

Dr. Jörg Schmidt war es auch, der den scheidenden Vorsitzenden Hermann Friedrich mit der höchsten Auszeichnung, die der Schwäbische Chorverband verleiht, die Silchernadel mit Urkunde, für seine 24 Jahre als Chorverbandspräsident, aushändigte.  Eine solche Ehrung bekommen Personen, die sich in außergewöhnlichem Maße um das Chorwesen verdient gemacht haben. Klaus Burkhardt als langjähriger Stellvertreter bekam viele Dankesworte für seine Amtszeit über 22 Jahre.

Die Entlastung des Gremiums für die Jahre 2019 und 2020 nahm der Ortvorsteher der Gemeinde Wittendorf, Gottlob Huss, vor und richtete bei dieser Gelegenheit seine Grußworte an die Sängerversammlung.

 

 

Ein Wechsel ergab sich in der Führungsspitze. Monika Braun-Witt wurde einstimmig zur neuen Chorverbandspräsidentin auf 3 Jahre gewählt und Hermann Friedrich stellte sich zur Wahl als 2. Vorsitzender bis zur nächsten Versammlung im Herbst 2022. Das Präsidium ließ sich ebenfalls für die nächsten 3 Jahre bestätigen.

Nach einer kurzen Vorstellung ihrer Person gab Monika Braun-Witt ihrer Freude Ausdruck über die neue Herausforderung, bedankte sich bei dem Gremium, dem Gastgeber, gratulierte den Jubilaren und schloß die Versammlung mit einem Zitat von Hermann Hesse „Jedem Anfang liegt ein Zauber inne“.

 

 

 

 

 

Tätigkeiten von Hermann Friedrich im Chorverband Kniebis-Nagold:

  • Von 1986 bis 1996 war er Bezirksvorsitzender des Sängerbezirks Freudenstadt im Chorverband
  • Von 1991 bis 1996 war er stellvertretender Verbandsvorsitzender des Chorverbandes
  • Von 1997 bis 2021 war er Präsident Verbandsvorsitzender des Chorverbandes
  • Seit Oktober 2021 ist er stellvertretender Vorsitzender des Chorverbandes

 


Liederkranz übergibt alte Militärfahne an die „Weitinger Hoamet“ für das Dorfmuseum

Heimatgeschichte:

MGV Liederkranz Weitingen übergibt alte Militärfahne an die „Weitinger Hoamet“ für das Dorfmuseum

(Bericht von Hermann Neschaus dem Schwarzwälder Boten vom  09.09.2021)

Eutingen-Weitingen. Die alte Militärfahne hat eine neue Heimat. Der Liederkranz übergab sie beim Tag der offenen Tür der „Weitinger Hoamet“ für deren Dorfmuseum. „Im Frieden und im Streit – ein Lied ist gut Geleit“, wählten die Gründerväter des Männergesangvereins Liederkranz im Jahr 1902 als Motto. Es bildete tatsächlich „ein gut Geleit“ bis in die heutigen Tage hinein. Und eigentlich wären anno 2002 nicht nur 100 Jahre Liederkranz, sondern auch 140 Jahre Chorgesang in Weitingen zu feiern gewesen.Denn „der deutsche Männergesang“ fand, wie den Protokollbüchern zu entnehmen ist, schon um 1860 „Hort und Pflege“. Weil es aber nach der „Direktion des Lehrers Johannes Weippert“ an geeigneten Nachfolgern gefehlt hatte, kam für die Sänger eine schwere Zeit, sodass das Singen im Chor einschlief. Jahre gingen ins Land und der Männerchor wurde immer mehr vermisst.

Da entstand die Idee, aus den Mitgliedern des damals bestehenden Militärvereins, einen Männerchor zu gründen, was am 31. August 1902 erfolgreich gelang. Aus dieser Zeit ist noch die farbenprächtige und aufwendig gestaltete Fahne des Militärvereins mit den Jahreszahlen 1892 und 1898. Fünf Jahre später wurde 1907 das Fest der eigenen Fahnenweihe mit 32 Gastvereinen gefeiert. Die Fahne des Militärvereins wurde vom Liederkranz weiterhin aufbewahrt und zu festlichen Anlässen und Konzerten immer wieder aus dem Schrank auf der Schulhausbühne geholt und zur Dekoration der Festbühne verwendet.

Die schwarzrote Fahne in den damaligen Landesfarben zeigt in der Mitte die Königskrone auf dem alten württembergischen Landeswappen mit den drei Hirschstangen und den drei Staufer-Löwen. Darunter steht die Losung „Furchtlos und Trew“ und in den vier Ecken das golden eingestickte Bekenntnis „Des Vaterlandes Kraft und Ehr, sie liegen in des Landes Wehr“.

Irgendwann waren sich Vorstandschaft und Vereinsausschuss einig, sich von den militärischen Ursprüngen zu lösen und die aufwendig gestaltete Fahne nicht mehr zu benutzen. Allerdings befand man es als auch zu schade, sie nur auf der Dachbühne in einem Schrank dahinschlummern zu lassen.

„Aber wohin damit?“, fragte Vorsitzender Roland Schneider schon vor längerer Zeit in einer Sitzung des Vereinsauschusses. Die Lösung war mit der „Hoametscheuer“ schnell gefunden. Denn da sei sie gut aufgehoben und könne bei Veranstaltungen oder Besichtigungen immer wieder bestaunt werden.

Den Plan zur Übergabe vereitelte immer wieder die Corona-Pandemie. Die erste passende Gelegenheit sollte aber genutzt werden und diese bot sich am vergangenen „Hoamet“-Sonntag anstelle der jährlichen Heimattage beim Tag der offenen Tür in der „Hoametscheuer“ an. Also trafen sich die Sänger zum Ansingen im nahen Begegnungshaus der Kirchengemeinde und marschierten anschließend auf den kleinen Festplatz vor dem Vereinsgebäude ein. Nach dem Lied „Der Lindenbaum“ von Franz Schubert übergab Liederkranz-Chef Roland Schneider seinem „Hoamet“-Kollegen Hermann Nesch die alte Fahne als Besitz und „zur treuen Verwahrung“.

Sängerchef Roland Schneider (rechts) übergibt die alte Fahne des einstigen Militärvereins an die „Weitinger Hoamet“ und ihren Vorsitzenden Hermann Nesch (links neben Fahnenträger Jürgen Lambarth). Foto: Weitinger Hoamet

Nesch nahm dankend entgegen, bezeichnete die Fahne als Gewinn für die umfangreiche Sammlung der „Hoamet“ und verwies darauf, dass Militärvereine und später auch Sportvereine Sängerabteilungen hatten. Schließlich wird auch bei den Sportlern heute noch gerne gesungen. Früher mehr als heute. In Weitingen waren einst viele Sportler auch aktive Mitglieder im Liederkranz.

Die militärgesinnte Mentalität der Gesellschaft vor über 100 Jahren habe sich auch 1914 gezeigt, als die Soldaten siegessicher, fröhlich singend und winkend in den Ersten Weltkrieg gezogen waren. Es sollte ja nur „ein Ausflug nach Paris“ sein, von dem man in paar Wochen wieder zurückkehren werde. Der Ausgang ist bekannt. Der Krieg dauerte vier Jahre und endete mit einer Niederlage und Millionen von Toten.


Chorverbandsversammlung Kniebis-Nagold via Zoom-Meeting

Von Monika Braun-Witt

Am vergangenen Samstag lud der 1. Vorsitzende des Chorverbandes Kniebis-Nagold, Hermann Friedrich, zur üblichen Jahresvollversammlung 2021 ein. Unüblich war das „Zusammentreffen“ der Vereinsvertreter/innen und Chorleiter/innen per Videokonferenz. Die Einführung in das besondere Versammlungsformat übernahm Isabelle Arnold vom Schwäbischen Chorverband (SCV), die Technik übernahm Karlheinz Kober aus Wittendorf.

Nachdem die zahlreichen Teilnehmer zugeschaltet waren, eröffnete Hermann Friedrich die Versammlung. Anschließend würdigte er mit feierlichen Worten verstorbene Persönlichkeiten aus dem Chorverband stellvertretend für alle. Der Tagesordnungspunkt Auszeichnungen und Ehrungen wurde vertagt. Die Corona-Pandemie läßt einzelne Veranstaltungen mit großer Anzahl der Jubilare leider, die aus dem Verband anstehen, nicht zu. Geplant sind zur gegebenen Zeit die entsprechenden Urkunden und Auszeichnungen durch die Chorverbände in einer der den Coronaregeln entsprechenden Halle im würdigen Rahmen durchzuführen. Parallel zu dieser Veranstaltung möchte der 1. Vorsitzende dann auch die notwendigen Neuwahlen durchführen. Ebenso wird an diesem Tag auch über die Entlastungen abgestimmt werden. Der Zeitpunkt wird noch bekannt gegeben.

In seinem Bericht bedankte sich Hermann Friedrich bei seinem Beirat, insbesondere bei Ernst Schanz, der die Geschäftsstelle führt. Seinem Kassenbericht wurde eine einwandfreie Führung durch die Prüferinnen Herta Schimanski und Karin Killinger bestätigt. Seit 1978 führt Ernst Schanz die Bücher.

Das Jahr 2019 verlief in ruhigen Bahnen. Es war das Jahr der Planungen. Im Bezirk Oberes Nagoldtal bereitete man sich auf das Chorfestival „Liederzauber“ auf der Hohennagold vor. Die beiden Frauenchöre aus Egenhausen und Loßburg probten zusammen mit Gastsängerinnen für das Deutsche Chorfest in Leipzig. Beide Veranstaltungen sollten musikalische, sängerische Höhepunkte des Jahres 2020 werden. Für anstehende Vereinsjubiläen in 2020 und 2021 wurde geplant, geübt und vorgearbeitet. Und dann kam im März 2020 das „Aus“. Das Chorleben stand still bis heute.

Einzelne Vereine engagierten sich über Nachbarschaftssingen, Kleinstgruppen traten in Kirchen und größeren Räumlichkeiten auf. Doch, so Hermann Friedrich, „sind wir Chorsänger/innen und keine Solisten“. Die Verbände versuchten über das Internet aktuelle Informationen zu verbreiten, Anregungen zu geben wie man sich musikalisch in Zeiten der Pandemie weiterentwickeln kann, den Mut zum Durchhalten zu stärken sowie Vorschläge für Chorproben im Freien und per Video zu gestalten. Diese Themen griff auch der Chorleiter des Verbandes, Thomas Müller, in seinem Bericht auf. Auch die Bezirksvorsitzenden der 4 Bezirke sprachen über die Problematik bei Zusammenkünften, Proben und Auftritten in dieser schwierigen Zeit.

Zum Thema Neustrukturierung der Regionalchorverbände erschien der Präsident vom Schwäbischen Chorverband (SCV), Dr. Jörg Schmidt, bereits im September in einer Sitzung, um den Chorverband für die Idee einer umfassenden Umgestaltung der Verbände zu gewinnen. Dieses Vorhaben liegt in Vorbereitung und muss noch diskutiert und überdacht werden.

Als weiterer Punkt auf der Tagesordnung stand der Wechsel des Programms für Bestandsdaten „Toolsi“ auf „Overso“. Man möchte die Arbeit zwischen Vereinen und Chorverbänden mit einem deutschlandweit, einheitlichen Programm einfacher und transparenter gestalten.

Hermann Friedrich, der seit 1997 den Chorverband Kniebis-Nagold führt und sein Stellvertreter Klaus Burkhardt der seit 1999 im Gremium sitzt, werden nicht mehr kandidieren. Beide Herren hatten dies bereits vor drei Jahren in einer Versammlung angekündigt. Seither ist der Chorverband mit seinen 46 Vereinen mit 1.400 aktiven Sänger/innen auf der Suche nach Nachfolgern.

In seinem Schlusswort wünschte der Präsident „von Herzen allen bald wieder Wohlergehen mit dem Chorgesang.“

Der scheidende Stellvertretende Verbandspräsident Klaus Burkhardt

Der scheidende Verbandspräsident Hermann Friedrich

 


Informationen zum Coronavirus vom Schwäbischen Chorverband

Sehr geehrte Damen und Herren Vorsitzende, Dirigenten und Beiräte,

 

zur Zeit regiert die Debatte um den Coronavirus und hält uns in Atem.

Kein Tag verging, bzw. vergeht, ohne dass neue Horrormeldungen oder neue Einschränkungen, Absagen von Veranstaltungen bis hin zum Unterrichtsausfall für Kinder und Erwachsene, Warnungen für Großeltern, man möge doch die Enkel meiden, man solle allgemein zuhause bleiben, Hamsterkäufe usw. unser Leben massiv beeinträchtigen.

 

Ja, es gibt auch Chöre, die ihren Probenbetrieb eingestellt haben oder einstellen wollen. Damit sind häufig dann auch finanzielle und rechtliche Probleme zu lösen. Der Schwäbische Chorverband hat auf seiner homepage einen ganz neuen Aufsatz zu diesem Thema veröffentlicht, der von unserem Justitiar, Herrn Rechtsanwalt Christian Heieck, stammt.

Dieser Text wird auch in der Aprilausgabe von SINGEN erscheinen. In verständlicher Sprache erhalten Sie einen ersten Überblick über die verschiedenen Spannungsbögen, die sich nun auftun, dazu aber auch einige Lösungshinweise.

 

Diesen Beitrag in unserem Verbandsorgan möchte ich Ihnen schon vorab empfehlen. Er enthält auch viele links zu weiteren Informationen.

 

Für die kommenden Wochen, hoffentlich nicht Monate, wünsche ich Ihnen gute Nerven und keine Erkrankungen, schon gar nicht den unberechenbaren ‚Coronavirus‘.

Bleiben Sie gesund und singen Sie, wo immer Sie können. Trotzdem!

 

Es grüßt Sie

Ihr

 

Hermann Friedrich, 1. Verbandsvorsitzender


Liederkranz Haiterbach vertont die Menschenrechte, Konzerte in Beihingen und Pfalzgrafenweiler

Die Vertonung der Menschenrechte im Pop-, Rock-, Reggae- und Gospelsound ist eine Idee des Musikers und Pädagogen Axel Chr. Schullz.
Er war es auch der dem Chor für sein Konzert viel Erfolg wünschte und sich für den Mut dem aktuellen Thema anzunehmen beim Vorstandsmitglied Karin Killinger und ihrem Team bedankte. Die momentane Situation in der Welt zeigt, daß in jüngster Zeit immer mehr Staaten Menschenrechte mit Füßen treten. Mit dem Chorprojekt „Sing human rights“ beschreitet der Liederkranz Haiterbach neue Wege, auch um neue SängerInnen zu gewinnen. In seinem Auftritt traten Melodien zur Schöpfung und zur Bewahrung der Natur in Kombination mit 7 gesungenen Artikeln der Menschenrechte in den Vordergrund.

Konzert in der Festhalle Beihingen

Im Eingangsbereich der Festhalle Beihingen erwarteten die Gäste Portaits von Menschen aus allen Erdteilen.
Eine Weltkugel schmückte sich mit dem Text „Alle Menschen sind frei und gleich.“ Im Saal hingen bunte Bahnen mit der Allgemeinen Erklärung der 30 Artikeln der Menschenrechte und an der Bühnen klebten Hände aus Papier, als Zeichen der Versöhnung.

Chorleiter Steffen Schneider probt seit Anfang des Jahres mit dem Stammchor und 10 weiteren ProjektsängerInnen. Er versuchte das Beste aus allen Mitwirkenden herauszuholen – und, es ist ihm wahrlich gelungen! Die Zuhörer erlebten am Wochenende in der Beihinger Festhalle und in der Jakobskirche in Pfalzgrafenweiler, ein Feuerwerk an Melodien. Das Publikum quitierte mit „Standig Ovations“ und nimmer endenendem Beifall die Leistung des Chores. Der homogene Klangkörper, die deutliche Aussprache sowie die gute Reaktion zwischen Dirigenten und SängerInnen zeigten, dass die Choristen in relativ kurzer Zeit zusammengewachsen sind. Ralf Schuon begleitete souverän am Klavier.

Auch die Stimmbildnerin Petra Dieterle, die den Chor schulte, war unter den Besuchern und freute sich über den gelungenen Abend. Da einige Lieder in englischer Sprache, Artikel 3 sogar auf Zulu gesungen wurden, übernahmen Anna und Lukas Hölzlberger, frei und natürlich, die Übersetzung. Artikel 1 ist in französichser Sprache und wurde mit Solisten besetzt. Das Quartett überzeugte durch Klarheit der Stimmen und sauberer Intonation (Sopran: Karin Killinger, Mezzosopran: Monika Braun-Witt, Tenor: Berthold Rais, Bass: Arthur Hauck).

Conférencier Jürgen Jäger entführte die Zuhörer in die Welt verschiedener Musikstilrichtungen und setzte ein Zeichen mit Michael Jacksons Song: „We are the world“: „Laßt uns gemeinsam den Wandel herbeiführen. Wir sind die Welt, wir sind die Kinder, wir sind die, die einen helleren Tag schaffen können. Wir sind alle ein Teil von Gottes großer Familie. Also lasst uns beginnen!“ Mit der Europahymne (Ludwig van Beethoven 4.Satz seiner 9. Sinfonie) nach dem Text Friedrich Schillers „Freude schöner Götterfunken“ vernahm der Zuhörer einen Paukenschlag in Richtung vereintes Europa.

 

Konzert in der Jakobuskirche Pfalzgrafenweiler

„What a wonderful world“ (bekannt durch Louis Amstrong) sang Chorleiter Steffen Schneider mit seiner sonoren Bassstimme das Solo während der Chor teilweise auf sich selbst gestellt war und die Einsätze gut meisterte. John Rutters „Alle Dinge dieser Welt“ und „Schau auf die Welt“ zollten Dankbarkeit und Respekt vor Gottes Schöpfung.

Mit Nenas Song „Wunder geschehn“ streute Jürgen Jäger Optimismus in die feierliche Atmosphäre: „Diese zwei Worte sollen uns allen Mut machen.“

 

Von Monika Braun-Witt

Hier der Link zum Zeitungsartikel

https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.haiterbach-menschenrechte-und-die-schoepfung.00308a07-844e-4d80-b4b8-7d3f91d4e1ca.html


Salzstetten: Drei Chöre entfachen Feuerwerk der Melodien

Ein mitreißendes Chorkonzert bot der Liederkranz Salzstetten im Gemeindesaal.

Aufgrund der großen Nachfrage wurde das Konzert am Samstag und am gestrigen Sonntag aufgeführt und begeisterte mehr als 570 Zuhörer.

Die drei Chöre des Liederkranz Salzstetten begeisterten mehr als 570 Besucher im Gemeindesaal mit ihrem Chorkonzert.

Drei Chöre des gastgebenden Gesangvereins verzauberten mit einer Mischung aus konzertanten bis zu schwungvollen Melodien, die das Publikum elektrisierten. Die eineinhalbjährige Probenarbeit hat sich für die 44 Sängerinnen und 15 Sänger mehr als gelohnt. Mit seinen passenden Arrangements drückte musikalischer Leiter Viktor Brose dem anspruchsvollen Konzert seinen Stempel auf. „Unter seiner Leitung macht Singen einfach Spaß“, meinte Christian Ehl aus berufenem Mund.

Fachkundig, humorvoll und charmant führte Entertainer Christian Ehl durch das vielseitige Programm, das bis zum rockig-fetzigen Popsong reichte. Alle drei Chöre zusammen präsentierten im Finale den weltbekannten Song von Abba, der dem Chorkonzert seinen Namen gab: „Thank You for the Music – Danke für die Musik“, der eine große Herausforderung darstellte.

„Steh auf, mach laut!“ von „Die Höhner“ , eine Hymne für die Liebe an das Leben, rief Begeisterung hervor. Der Erfolgs-Hit der Kölner war auch eine Referenz an den Rheinländer Freddy Hassel, Salzstettens neuen Rathauschef. Und als weitere Zugabe nach großem Applaus rührten die Vokalisten mit „Goodbye, My Love“ Herzen und Gefühle.

„Ich bin überwältigt. Das war absolut professionell. Ein musikalischer Hochgenuss!“, brachte Salzstettens Ortsvorsteher Friedrich Hassel das Hörerlebnis des Doppelkonzerts auf den Punkt. Der Liederkranz widmete sein Chorkonzert der kürzlich verstorbenen Sängerin und Vize-Dirigentin Elke Kreidler.

 

Den Konzertreigen eröffnete der Gemischte Chor mit dem nicht leicht zu singenden romantischen Walzer „Ganz allerliebst“ des bedeutenden französischen Komponisten Emil Waldteufel. Ronald Brose (23), Psychologie-Student aus München, brillierte auf der Violine mit „Der Schwan“ aus dem „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saëns. Er ließ das anmutigste aller Tiere in majestätischer Ruhe auf dem See dahingleiten. In einem fantastischen Rhythmus performte der Virtuose und Preisträger von Musikwettbewerben ebenso auswendig das Stück „Libertango“ des argentinischen Bandoneon-Spielers und Komponisten Astor Piazolla. Begleitet wurde er von seinem Vater Viktor am Klavier. Das Auditorium erklatschte sich als Zugabe den „Napolitanischen Tanz“ von Tschaikowsky.

Glanzleistung auf der Violine: Ronald Brose

Für Orchester-Feeling sorgten sieben Instrumentalisten. Sein Können unter Beweis stellte Pianist Kevin Dilper (21), Jura-Student aus Baiersbronn, als mehrfacher Preisträger bei „Jugend musiziert“. Als Meisterin auf der Domra spielte Tatjana Brose das dreisaitige Lauten-Instrument. Als Perfektionist auf dem Cajon sorgte Frank Mutz für den richtigen Rhythmus.

 

Frauen singen sich in der kroatischen Sprache in die Herzen der Besucher

Zart-romantisch bis rasend flott: Mit diesen Attributen kokettiert der Frauenchor Impuls. Die Gruppe beeindruckte mit „Im Wandel der Zeit“ und dem Abba-Hit „The Piper“. Die aus Salzstetten stammende Christine Schwarz, geborene Welle, inzwischen bekannt als Chefin der Stadtkapelle Freudenstadt, trat dabei als Solistin auf der Querflöte hervor und versetzte die Zuhörer in tänzerische Träume.

Perfekt auf der Querflöte: Christine Schwarz, geborene Welle

Mit einem Medley folkloristischer Lieder von der dalmatinischen Adriaküste sangen sich die Frauen in kroatischer Sprache in die Herzen der Besucher. In den populären Liedern ließen sie die Noten galoppieren. „Mit charmantem Äußeren und wunderschönen Liedern“ (Zitat Ehl) beschrieben die Vokalistinnen im melancholischen Lied „Rain in May“ die trübe Gemütslage eines Menschen in den verschiedenen Jahreszeiten, bis der Regen im Mai die Sorgen wegwischt. Schwungvoll interpretierte die Gruppe Impuls den Bestseller in Hitparaden, die Jack-White-Komposition „Ein Lied zieht hinaus in die Welt“, die Jürgen Marcus 1975 vorstellte.

Trumpf-Asse zogen die Sängerinnen mit den legendären Beatles-Songs „Hey Jude“ und „Ob-La-Di, Ob-La-Da“ und ernteten für ihr elanvolles Bühnenerlebnis stürmischen Applaus. Im Abba-Sound ertönte die Zugabe „Super Trouper“.

Dass der „Jägerchor“ aus Carl Maria von Webers romantischer Oper „Der Freischütz“ von Experten zur „Deutschen Nationaloper“ erklärt wurde, unterstrich der Shantychor. Walter Grießenauer bestach mit seiner kräftigen Tenorstimme im irischen Folk-Song „A Londonderry Air“. Das beliebte Lied ist auch unter dem Titel „Danny Boy“ bekannt.

Mit dem „Fiesta Mexikana“, das Rex Gildo bekannt gemacht hat, entfachten die Männer mit Sombreros temperamentvoll ein wahres Notenfeuerwerk. Und Chorleiter Viktor Brose zeigte alle Elemente der Dirigierkunst. Freddy Quinn gleich unternahmen die Bass- und Tenorsänger mit „Junge komm bald wieder“ einen Ausflug hinaus aufs Meer. Im „Bajazzo“ kam das Brose-Arrangement ebenso zum Tragen wie auf fetzig-schmissige Weise im rauen Santiano-Song „Ihr sollt nicht trauern – ihr sollt tanzen, tanzen“. Gekonnt begleitete Akkordeonspielerin Angela Frank den Männerchor. Auch die „Gorch Fock“-Zugabe fand Gefallen.

Fiesta Mexikana: Ein musikalisches Feuerwerk entzündet der Shantychor

Ich kann nicht anders, als mich zu verlieben: Beim „Can’t Help Falling in Love“, für den der Salzstetter Liederkranz-Aktive Martin Huss den deutschen Text und Viktor Brose den Chorsatz schrieb, vermittelte der Gemischte Chor prägnant etwas vom Weltruhm, den Elvis Presley mit diesem Song erlangt hat. Ganz im Stile des einstigen Sonnyboys des deutschen Schlagers, Jürgen Marcus, zauberten die Sängerinnen und Sänger durch „Komm mit auf die Sonnenseite der Straße“ eine beschwingt-heitere Stimmung in den Saal. Die Zuhörer dankten mit verdientem Beifall für zwei beglückende Konzertabende der Extra-Klasse vor vollem Haus.

Garant für ein tolles Chorkonzert: Dirigent Viktor Brose.

Vorsitzende Adelheid Singer lobte die Bühnen- und Saaldekorationen von Sigrid Bolsinger, dankte Chorleiter Viktor Brose und Moderator Christian Ehl als auch Floristin Gisela Schittenhelm und dem Musikverein für die Bewirtung sowie Tontechniker Elmo Vater. Der große Erfolg des Doppel-Konzertes spornt die 59 Vokalisten zu weiteren Höhenflügen an.

 

Bericht und Fotos: Walter Maier, Schwarzwälder Bote

Männergesangvereins Liederkranz Obertal – Zelter-Plakette zum 100. Geburtstag

Baiersbronn-Obertal. Das Jubiläum „100 Jahre Männergesangverein Liederkranz Obertal“ hatte schon lange seine Schatten voraus geworfen, nun setzte der Männergesangverein mit einem Festwochenende ein Ausrufezeichen.

Beim Festbankett am Freitag im großen Festzelt blickte der Männergesangverein mit seinen Gästen auf die Geschichte zurück. Auch etliche Redner überbrachten Glückwünsche zum Jubiläum. Gemeinsam begrüßte das Führungstrio Thorsten Schleh, Torsten Seeger und Horst Burkhardt die Jubiläumsgäste und lobte die gute Kameradschaft innerhalb des Vereins. „Sind wir von der Arbeit müde, bleibt doch Kraft zu einem Liede“, so einer der Leitsprüche des Chors.

Torsten Seeger versprach einen spannenden Abend und begrüßte als ersten Redner Landrat Klaus Michael Rückert. „Wo gibt es heute noch gute Männergesangvereine?“, fragte Rückert und betonte, wie sehr er sich freue, mal wieder reinen Männergesang hören zu dürfen. „Gesang verbindet Menschen über Grenzen hinweg. Er ist auch wichtig für die Völkerverständigung“, so der Landrat. Es sei großartig, dass der Obertaler Verein über so viele Jahre hinweg den Chorgesang gepflegt habe.

Im Namen des Bundespräsidenten überreichte Rückert dem Verein die Zelter-Plakette, die höchste deutsche Auszeichnung für Amateurchöre. „Diese Auszeichnung geht an Vereine, die sich im besonderen Maße für die Pflege der Chormusik und des deutschen Liedguts eingesetzt haben“, so Rückert. Begleitet von alten Bildern, beleuchteten Willi Burkhardt und Ulli Schmelzle in gespielten Dialogen die Historie des Vereins von der Gründung bis in die Gegenwart. Interessantes, darunter auch Witziges, sowie Originalzitate aus alten Protokollen waren die Grundlage für die gelungene Vorstellung der Vereinsgeschichte.

Zu dem Jubiläumsabend gehörten neben weiteren Grußworten auch passende Lieder, die vom Männerchor mit viel Hingabe gesungen wurden. Bürgermeister Michael Ruf gratulierte zu diesem besonderen Geburtstag und bescheinigte dem Verein, ein prägender Bestandteil des kulturellen Lebens in der Region zu sein. Besonders erfreulich sei der hohe Anteil an jungen Sängern in den Reihen des Chors. Dies zeige, dass der Verein die Zeichen der Zeit erkannt habe. Als lobendes Beispiel für den Dienst am Gemeinwesen nannte Ruf die Übernahme der Patenschaft für den Unterhalt der Ruine Tannenfels durch den MGV Liederkranz.

Willi Burkhardt und Ulli Schmelzle unterhielten in den Rollen der Gründungsväter und Vorstände des Vereins mit weiteren Einlagen die Gäste. „Wer hätte auch vor 100 Jahren gedacht, dass einmal Chinesen durch Obertal spazieren?“, so Ulli Schmelzle.

Hermann Friedrich, Präsident des Chorverbands Kniebis-Nagold, und Hannes Hornberger, Vorsitzender des Bezirks Murgtal, hatten ebenfalls Glückwünsche im Gepäck und bescheinigten dem Verein eine wichtige Arbeit zum Wohle des Chorgesangs.

Das Vorsitzendentrio – Torsten Seeger, Thorsten Schleh und Horst Burkhardt (von links) mit Chorverbandspräsident Hermann Friedrich.

„Der MGV Liederkranz Obertal gibt ein sehr zukunftssicheres Bild ab“, so Friedrich, der die Ehrenurkunde zum 100-jährigen Bestehen überreichte.

Auch moderne Stücke im Repertoire

Im Namen der Feuerwehr gratulierte Obertals Abteilungskommandant Herman Köhler mit einer humorvollen Rede zum Jubiläum.

Auch Harald Dieterle von der Bergwacht sprach viele gute Worte und übergab Geschenke im Namen der Obertaler Vereine. Der langjährige Vorstand des Vereins, Klaus Burkhardt, ließ seine Amtszeit Revue passieren und lobte die gute Kameradschaft im Verein.

Nach dem Schlusswort des Führungstrios gaben die Sänger eine weitere Kostprobe ihres Könnens, diesmal mit modernen Stücken. Torsten Seeger dirigierte beim bekannten Song „An Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen, und mit „Ein Hoch auf uns“ von Andreas Bourani schloss der gelungene Festakt. Viel Applaus gab es von den Gästen für den Jubiläumsabend.

Beim Festakt zum 100-jährigen Vereinsbestehen waren auch Kostproben aus dem Repertoire der Sänger zu hören. Willi Burkhardt (vorne links) und Ulli Schmelzle (rechts) beleuchteten in gespielten Dialogen die Vereinsgeschichte.

 

Text und Fotos: Monika Braun, Schwarzwälder Bote


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