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Liederkranz übergibt alte Militärfahne an die „Weitinger Hoamet“ für das Dorfmuseum

Heimatgeschichte:

MGV Liederkranz Weitingen übergibt alte Militärfahne an die „Weitinger Hoamet“ für das Dorfmuseum

(Bericht von Hermann Neschaus dem Schwarzwälder Boten vom  09.09.2021)

Eutingen-Weitingen. Die alte Militärfahne hat eine neue Heimat. Der Liederkranz übergab sie beim Tag der offenen Tür der „Weitinger Hoamet“ für deren Dorfmuseum. „Im Frieden und im Streit – ein Lied ist gut Geleit“, wählten die Gründerväter des Männergesangvereins Liederkranz im Jahr 1902 als Motto. Es bildete tatsächlich „ein gut Geleit“ bis in die heutigen Tage hinein. Und eigentlich wären anno 2002 nicht nur 100 Jahre Liederkranz, sondern auch 140 Jahre Chorgesang in Weitingen zu feiern gewesen.Denn „der deutsche Männergesang“ fand, wie den Protokollbüchern zu entnehmen ist, schon um 1860 „Hort und Pflege“. Weil es aber nach der „Direktion des Lehrers Johannes Weippert“ an geeigneten Nachfolgern gefehlt hatte, kam für die Sänger eine schwere Zeit, sodass das Singen im Chor einschlief. Jahre gingen ins Land und der Männerchor wurde immer mehr vermisst.

Da entstand die Idee, aus den Mitgliedern des damals bestehenden Militärvereins, einen Männerchor zu gründen, was am 31. August 1902 erfolgreich gelang. Aus dieser Zeit ist noch die farbenprächtige und aufwendig gestaltete Fahne des Militärvereins mit den Jahreszahlen 1892 und 1898. Fünf Jahre später wurde 1907 das Fest der eigenen Fahnenweihe mit 32 Gastvereinen gefeiert. Die Fahne des Militärvereins wurde vom Liederkranz weiterhin aufbewahrt und zu festlichen Anlässen und Konzerten immer wieder aus dem Schrank auf der Schulhausbühne geholt und zur Dekoration der Festbühne verwendet.

Die schwarzrote Fahne in den damaligen Landesfarben zeigt in der Mitte die Königskrone auf dem alten württembergischen Landeswappen mit den drei Hirschstangen und den drei Staufer-Löwen. Darunter steht die Losung „Furchtlos und Trew“ und in den vier Ecken das golden eingestickte Bekenntnis „Des Vaterlandes Kraft und Ehr, sie liegen in des Landes Wehr“.

Irgendwann waren sich Vorstandschaft und Vereinsausschuss einig, sich von den militärischen Ursprüngen zu lösen und die aufwendig gestaltete Fahne nicht mehr zu benutzen. Allerdings befand man es als auch zu schade, sie nur auf der Dachbühne in einem Schrank dahinschlummern zu lassen.

„Aber wohin damit?“, fragte Vorsitzender Roland Schneider schon vor längerer Zeit in einer Sitzung des Vereinsauschusses. Die Lösung war mit der „Hoametscheuer“ schnell gefunden. Denn da sei sie gut aufgehoben und könne bei Veranstaltungen oder Besichtigungen immer wieder bestaunt werden.

Den Plan zur Übergabe vereitelte immer wieder die Corona-Pandemie. Die erste passende Gelegenheit sollte aber genutzt werden und diese bot sich am vergangenen „Hoamet“-Sonntag anstelle der jährlichen Heimattage beim Tag der offenen Tür in der „Hoametscheuer“ an. Also trafen sich die Sänger zum Ansingen im nahen Begegnungshaus der Kirchengemeinde und marschierten anschließend auf den kleinen Festplatz vor dem Vereinsgebäude ein. Nach dem Lied „Der Lindenbaum“ von Franz Schubert übergab Liederkranz-Chef Roland Schneider seinem „Hoamet“-Kollegen Hermann Nesch die alte Fahne als Besitz und „zur treuen Verwahrung“.

Sängerchef Roland Schneider (rechts) übergibt die alte Fahne des einstigen Militärvereins an die „Weitinger Hoamet“ und ihren Vorsitzenden Hermann Nesch (links neben Fahnenträger Jürgen Lambarth). Foto: Weitinger Hoamet

Nesch nahm dankend entgegen, bezeichnete die Fahne als Gewinn für die umfangreiche Sammlung der „Hoamet“ und verwies darauf, dass Militärvereine und später auch Sportvereine Sängerabteilungen hatten. Schließlich wird auch bei den Sportlern heute noch gerne gesungen. Früher mehr als heute. In Weitingen waren einst viele Sportler auch aktive Mitglieder im Liederkranz.

Die militärgesinnte Mentalität der Gesellschaft vor über 100 Jahren habe sich auch 1914 gezeigt, als die Soldaten siegessicher, fröhlich singend und winkend in den Ersten Weltkrieg gezogen waren. Es sollte ja nur „ein Ausflug nach Paris“ sein, von dem man in paar Wochen wieder zurückkehren werde. Der Ausgang ist bekannt. Der Krieg dauerte vier Jahre und endete mit einer Niederlage und Millionen von Toten.


Chorverbandsversammlung Kniebis-Nagold via Zoom-Meeting

Von Monika Braun-Witt

Am vergangenen Samstag lud der 1. Vorsitzende des Chorverbandes Kniebis-Nagold, Hermann Friedrich, zur üblichen Jahresvollversammlung 2021 ein. Unüblich war das „Zusammentreffen“ der Vereinsvertreter/innen und Chorleiter/innen per Videokonferenz. Die Einführung in das besondere Versammlungsformat übernahm Isabelle Arnold vom Schwäbischen Chorverband (SCV), die Technik übernahm Karlheinz Kober aus Wittendorf.

Nachdem die zahlreichen Teilnehmer zugeschaltet waren, eröffnete Hermann Friedrich die Versammlung. Anschließend würdigte er mit feierlichen Worten verstorbene Persönlichkeiten aus dem Chorverband stellvertretend für alle. Der Tagesordnungspunkt Auszeichnungen und Ehrungen wurde vertagt. Die Corona-Pandemie läßt einzelne Veranstaltungen mit großer Anzahl der Jubilare leider, die aus dem Verband anstehen, nicht zu. Geplant sind zur gegebenen Zeit die entsprechenden Urkunden und Auszeichnungen durch die Chorverbände in einer der den Coronaregeln entsprechenden Halle im würdigen Rahmen durchzuführen. Parallel zu dieser Veranstaltung möchte der 1. Vorsitzende dann auch die notwendigen Neuwahlen durchführen. Ebenso wird an diesem Tag auch über die Entlastungen abgestimmt werden. Der Zeitpunkt wird noch bekannt gegeben.

In seinem Bericht bedankte sich Hermann Friedrich bei seinem Beirat, insbesondere bei Ernst Schanz, der die Geschäftsstelle führt. Seinem Kassenbericht wurde eine einwandfreie Führung durch die Prüferinnen Herta Schimanski und Karin Killinger bestätigt. Seit 1978 führt Ernst Schanz die Bücher.

Das Jahr 2019 verlief in ruhigen Bahnen. Es war das Jahr der Planungen. Im Bezirk Oberes Nagoldtal bereitete man sich auf das Chorfestival „Liederzauber“ auf der Hohennagold vor. Die beiden Frauenchöre aus Egenhausen und Loßburg probten zusammen mit Gastsängerinnen für das Deutsche Chorfest in Leipzig. Beide Veranstaltungen sollten musikalische, sängerische Höhepunkte des Jahres 2020 werden. Für anstehende Vereinsjubiläen in 2020 und 2021 wurde geplant, geübt und vorgearbeitet. Und dann kam im März 2020 das „Aus“. Das Chorleben stand still bis heute.

Einzelne Vereine engagierten sich über Nachbarschaftssingen, Kleinstgruppen traten in Kirchen und größeren Räumlichkeiten auf. Doch, so Hermann Friedrich, „sind wir Chorsänger/innen und keine Solisten“. Die Verbände versuchten über das Internet aktuelle Informationen zu verbreiten, Anregungen zu geben wie man sich musikalisch in Zeiten der Pandemie weiterentwickeln kann, den Mut zum Durchhalten zu stärken sowie Vorschläge für Chorproben im Freien und per Video zu gestalten. Diese Themen griff auch der Chorleiter des Verbandes, Thomas Müller, in seinem Bericht auf. Auch die Bezirksvorsitzenden der 4 Bezirke sprachen über die Problematik bei Zusammenkünften, Proben und Auftritten in dieser schwierigen Zeit.

Zum Thema Neustrukturierung der Regionalchorverbände erschien der Präsident vom Schwäbischen Chorverband (SCV), Dr. Jörg Schmidt, bereits im September in einer Sitzung, um den Chorverband für die Idee einer umfassenden Umgestaltung der Verbände zu gewinnen. Dieses Vorhaben liegt in Vorbereitung und muss noch diskutiert und überdacht werden.

Als weiterer Punkt auf der Tagesordnung stand der Wechsel des Programms für Bestandsdaten „Toolsi“ auf „Overso“. Man möchte die Arbeit zwischen Vereinen und Chorverbänden mit einem deutschlandweit, einheitlichen Programm einfacher und transparenter gestalten.

Hermann Friedrich, der seit 1997 den Chorverband Kniebis-Nagold führt und sein Stellvertreter Klaus Burkhardt der seit 1999 im Gremium sitzt, werden nicht mehr kandidieren. Beide Herren hatten dies bereits vor drei Jahren in einer Versammlung angekündigt. Seither ist der Chorverband mit seinen 46 Vereinen mit 1.400 aktiven Sänger/innen auf der Suche nach Nachfolgern.

In seinem Schlusswort wünschte der Präsident „von Herzen allen bald wieder Wohlergehen mit dem Chorgesang.“

Der scheidende Stellvertretende Verbandspräsident Klaus Burkhardt

Der scheidende Verbandspräsident Hermann Friedrich

 


Informationen zum Coronavirus vom Schwäbischen Chorverband

Sehr geehrte Damen und Herren Vorsitzende, Dirigenten und Beiräte,

 

zur Zeit regiert die Debatte um den Coronavirus und hält uns in Atem.

Kein Tag verging, bzw. vergeht, ohne dass neue Horrormeldungen oder neue Einschränkungen, Absagen von Veranstaltungen bis hin zum Unterrichtsausfall für Kinder und Erwachsene, Warnungen für Großeltern, man möge doch die Enkel meiden, man solle allgemein zuhause bleiben, Hamsterkäufe usw. unser Leben massiv beeinträchtigen.

 

Ja, es gibt auch Chöre, die ihren Probenbetrieb eingestellt haben oder einstellen wollen. Damit sind häufig dann auch finanzielle und rechtliche Probleme zu lösen. Der Schwäbische Chorverband hat auf seiner homepage einen ganz neuen Aufsatz zu diesem Thema veröffentlicht, der von unserem Justitiar, Herrn Rechtsanwalt Christian Heieck, stammt.

Dieser Text wird auch in der Aprilausgabe von SINGEN erscheinen. In verständlicher Sprache erhalten Sie einen ersten Überblick über die verschiedenen Spannungsbögen, die sich nun auftun, dazu aber auch einige Lösungshinweise.

 

Diesen Beitrag in unserem Verbandsorgan möchte ich Ihnen schon vorab empfehlen. Er enthält auch viele links zu weiteren Informationen.

 

Für die kommenden Wochen, hoffentlich nicht Monate, wünsche ich Ihnen gute Nerven und keine Erkrankungen, schon gar nicht den unberechenbaren ‚Coronavirus‘.

Bleiben Sie gesund und singen Sie, wo immer Sie können. Trotzdem!

 

Es grüßt Sie

Ihr

 

Hermann Friedrich, 1. Verbandsvorsitzender


Liederkranz Haiterbach vertont die Menschenrechte, Konzerte in Beihingen und Pfalzgrafenweiler

Die Vertonung der Menschenrechte im Pop-, Rock-, Reggae- und Gospelsound ist eine Idee des Musikers und Pädagogen Axel Chr. Schullz.
Er war es auch der dem Chor für sein Konzert viel Erfolg wünschte und sich für den Mut dem aktuellen Thema anzunehmen beim Vorstandsmitglied Karin Killinger und ihrem Team bedankte. Die momentane Situation in der Welt zeigt, daß in jüngster Zeit immer mehr Staaten Menschenrechte mit Füßen treten. Mit dem Chorprojekt „Sing human rights“ beschreitet der Liederkranz Haiterbach neue Wege, auch um neue SängerInnen zu gewinnen. In seinem Auftritt traten Melodien zur Schöpfung und zur Bewahrung der Natur in Kombination mit 7 gesungenen Artikeln der Menschenrechte in den Vordergrund.

Konzert in der Festhalle Beihingen

Im Eingangsbereich der Festhalle Beihingen erwarteten die Gäste Portaits von Menschen aus allen Erdteilen.
Eine Weltkugel schmückte sich mit dem Text „Alle Menschen sind frei und gleich.“ Im Saal hingen bunte Bahnen mit der Allgemeinen Erklärung der 30 Artikeln der Menschenrechte und an der Bühnen klebten Hände aus Papier, als Zeichen der Versöhnung.

Chorleiter Steffen Schneider probt seit Anfang des Jahres mit dem Stammchor und 10 weiteren ProjektsängerInnen. Er versuchte das Beste aus allen Mitwirkenden herauszuholen – und, es ist ihm wahrlich gelungen! Die Zuhörer erlebten am Wochenende in der Beihinger Festhalle und in der Jakobskirche in Pfalzgrafenweiler, ein Feuerwerk an Melodien. Das Publikum quitierte mit „Standig Ovations“ und nimmer endenendem Beifall die Leistung des Chores. Der homogene Klangkörper, die deutliche Aussprache sowie die gute Reaktion zwischen Dirigenten und SängerInnen zeigten, dass die Choristen in relativ kurzer Zeit zusammengewachsen sind. Ralf Schuon begleitete souverän am Klavier.

Auch die Stimmbildnerin Petra Dieterle, die den Chor schulte, war unter den Besuchern und freute sich über den gelungenen Abend. Da einige Lieder in englischer Sprache, Artikel 3 sogar auf Zulu gesungen wurden, übernahmen Anna und Lukas Hölzlberger, frei und natürlich, die Übersetzung. Artikel 1 ist in französichser Sprache und wurde mit Solisten besetzt. Das Quartett überzeugte durch Klarheit der Stimmen und sauberer Intonation (Sopran: Karin Killinger, Mezzosopran: Monika Braun-Witt, Tenor: Berthold Rais, Bass: Arthur Hauck).

Conférencier Jürgen Jäger entführte die Zuhörer in die Welt verschiedener Musikstilrichtungen und setzte ein Zeichen mit Michael Jacksons Song: „We are the world“: „Laßt uns gemeinsam den Wandel herbeiführen. Wir sind die Welt, wir sind die Kinder, wir sind die, die einen helleren Tag schaffen können. Wir sind alle ein Teil von Gottes großer Familie. Also lasst uns beginnen!“ Mit der Europahymne (Ludwig van Beethoven 4.Satz seiner 9. Sinfonie) nach dem Text Friedrich Schillers „Freude schöner Götterfunken“ vernahm der Zuhörer einen Paukenschlag in Richtung vereintes Europa.

 

Konzert in der Jakobuskirche Pfalzgrafenweiler

„What a wonderful world“ (bekannt durch Louis Amstrong) sang Chorleiter Steffen Schneider mit seiner sonoren Bassstimme das Solo während der Chor teilweise auf sich selbst gestellt war und die Einsätze gut meisterte. John Rutters „Alle Dinge dieser Welt“ und „Schau auf die Welt“ zollten Dankbarkeit und Respekt vor Gottes Schöpfung.

Mit Nenas Song „Wunder geschehn“ streute Jürgen Jäger Optimismus in die feierliche Atmosphäre: „Diese zwei Worte sollen uns allen Mut machen.“

 

Von Monika Braun-Witt

Hier der Link zum Zeitungsartikel

https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.haiterbach-menschenrechte-und-die-schoepfung.00308a07-844e-4d80-b4b8-7d3f91d4e1ca.html


Junge Dirigenten wecken Begeisterung – Vollversammlung des Chorverband Kniebis-Nagold

Einmal im Jahr treffen sich die Vertreter der 48 Mitgliedsvereine mit ihren knapp 1450 Sängerinnen und Sängern im Chorverband Kniebis-Nagold zur Vollversammlung. Am Wochenende schlüpfte der Liederkranz Haiterbach in der Beihinger Turnhalle in die Rolle des Gastgebers.

„Chorgesang bleibt eine Gemeinschaftsleistung“, machte Verbandspräsident Hermann Friedrich deutlich. Doch weiß er mit Blick auf die sinkenden Mitglieder- und Sängerzahlen auch, dass die Gemeinschaft schrumpft. Gerade jetzt in der Hochzeit der Hauptversammlungen häufen sich die Berichte über fehlenden Nachwuchs in den Chören.

Doch gebe es auch erfreuliche Meldungen, erklärte Hermann Friedrich unter Hinweis auf „ganz junge Dirigenten, die scheinbar überalterte Chöre übernehmen und dort Begeisterung sowie Freude auslösen“.

Der Verbandspräsident ermunterte zu „ungewöhnlichen Konstellationen“, wobei er unter anderem an die Zusammenarbeit mit anderen Musikgruppen denkt. Vor diesem Hintergrund betonte er: „Ich möchte ihnen Mut machen, Großes zu wagen – dann bleiben wir auch heute im Gespräch.“

Wie Verbandschormeister Thomas Müller mitteilte, will sich der Chorverband im Frühjahr 2020 beim Deutschen Chorfest ist Leipzig mit einem Chor auf der Bühne präsentieren. Nachdem sich allerdings keine Männer angemeldet hatten, wird man in Leipzig mit einem reinen Frauen-Projektchor auftreten.

Haiterbachs Bürgermeister Andreas Hölzlberger, der selbst aktiver Sänger im Haiterbacher Liederkranz ist, bezeichnete die Vereine als „zentrale Säule unserer ehrenamtlichen Strukturen – ohne die unsere Gesellschaft nicht funktionieren würde“. Allerdings weiß er um die Probleme bei der Gewinnung ehrenamtlicher Mitstreiter und sprach von einer „schweren Zeit für die Vereine“.

Andreas Hölzlberger nutzte die Gelegenheit, für das gemeinsame Singen im Chor zu werben. So sei es gerade für die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen unheimlich wichtig, sich musisch zu betätigen. „Der gemeinsame Chorgesang fördert die Konzentrationsfähigkeit und steigert die sozialen Kompetenzen“, ist der Bürgermeister überzeugt.

Gesanglich wurde die Vollversammlung in Beihingen vom Chor des Haiterbacher Liederkranzes unter Leitung von Steffen Schneider umrahmt, der dabei schon einen Vorgeschmack auf seine beiden Konzerte im November gab.

Wie die Haiterbacher Liederkranz-Chefin Karin Killinger anmerkte, stehen dann die gesungenen Menschenrechte und Lieder über die Schönheit der Welt im Mittelpunkt.

Eine hochkarätige Ehrung stand ebenfalls auf der Tagesordnung: So wurde Ernst Kaupp vom Männergesangverein Bösingen nicht nur für seine 50–jährige aktive Sängertätigkeit ausgezeichnet, sondern gleichzeitig auch für sein über 30-jähriges ehrenamtliches Engagement im Verein.

In seiner Laudatio bezeichnete der Verbandspräsident den Geehrten als „Urgestein und tadellosen Repräsentanten des Chorwesens“.

In seinem Ausblick machte Herrmann Friedrich auf die Vorständetagung am 18. Mai in Simmersfeld aufmerksam: Dort soll die Struktur des Chorverbandes hinterfragt und über die Zukunft der singenden Vereine nachgedacht werden.

Die nächste Vollversammlung des Chorverbandes Kniebis-Nagold wird in Loßburg-Wittendorf stattfinden, wo der dortige Männergesangverein 2020 sein 100-jähriges Bestehen feiert.

 

Bericht und Foto: Uwe Priestersbach, Schwarzwälder Bote


Ausflug nach „Krokantien“ ist mehr als süß

Bildechingen wird derzeit vom „König Keks“ regiert. Eine bitter-süße Herrschaft, die, wie soll es auch anders sein, am Ende aber prima ausgeht.

Die Verantwortlichen des Gesangsvereins haben sich der Aufgabe gestellt und haben das gleichnamige Kinder-Musical hauptsächlich mit den Mitgliedern der beiden Kinderchöre inszeniert. Die Turn- und Festhalle wurde dafür in eine Musicalbühne verwandelt.

Professionelle Bühnenbilder entführten die Besucher im ersten Akt in den Thronsaal des süßen Königreichs „Krokantien“. Dort wartet König Keks, (Julian Dallmann) der ausschließlich Süßes liebt und isst, am St.-Krokantius-Tag auf seinen Sohn, Prinz Nougat, (Emilia Schmid) der von einer Süßwarenforschungsreise zurückkehrt.

Der Plan vom König sieht vor, ihn an diesem Tag mit einer süßen Prinzessin zu verheiraten. Doch der Prinz hat während seiner Weltreise die „scharfe“ Oliva Pfefferkorn (Zoe Raible) von den Chili-Inseln kennen gelernt und sich in sie verliebt. Da können Gräfin Glukosa von Biskuit (Maria Rebmann), Herzogin Marzipania von Mandelburg (Leni Kosmol / Kristin Keck) oder Prinzessin Karamella von und zu Knuspringen (Erin Raible) noch so um den Prinz kämpfen, sein Herz gehört seiner Oliva.

Wäre der arme König Keks nicht schon genug damit gestraft, dass sich sein Sohn in eine „Herzhafte“ verliebt hat, bringt das Ober-Gummibärchen Gelatino (Lea Weber) die Schreckensbotschaft, dass das böse Brösel im Baumkuchenwald wieder einmal sein Unwesen treibt.

Minutenlanger frenetischer Beifall als Belohnung für Gesamtleistung

Peter Straub – ganz rechts – und sein Team vor und hinter den Kulissen.

Prinz Nougat und seine treue Garde der Gummibärchen ziehen im zweiten Akt in den Wald und wollen das böse Brösel besiegen. Doch sie geraten allesamt in einen Hinterhalt und werden karamellisiert. Gelatino, der sich aufgrund eines hartnäckigen Schnupfens nicht von den ausgelegten Schokotrüffeln verführen ließ und als einziger der Gummibärchen-Armee noch aktiv ist, fährt auf die Chili-Inseln in den Palazzo Peperoni. Dort möchte der Baron Pfefferkorn (Lotte Breuer) seine Tochter mit einem Mann verheiraten, der seiner Meinung nach zu ihr passt.

Also betreten nacheinander Ritter Metzel von der Schlachtplatte (Anna Pagel), Sultan Curry Muskat von den Safran Inseln (Mina Hartl) und der Gulaschkanonenbaron (Winona Frank) die Bühne. Doch sie holen sich alle einen Korb von der feurigen Oliva. Diese hat zuvor von Gelatino erfahren, dass ihr Herzallerliebster karamellisiert wurde und hat deshalb ganz andere Dinge im Kopf, als einen der drei zu heiraten.

Gemeinsam machen sich Baronesse und Gummibärchen wieder auf in den Baumkuchenwald und besiegen dort mit einer List und einem Sack voll Pfeffer das böse Brösel. Das Brösel verwandelt sich in einen Pfefferkuchen, der süßes und salzig-würziges ideal zusammenbringt und so wurde er zur Hochzeitstorte von Baronesse Oliva Pfefferkorn und Prinz Nougat. Und auch die Regierungs-Chefs vertragen sich, nachdem sie mit Zucker- und Salzstange aufeinander losgegangen sind.

Bei der Premiere erlebten einige hundert restlos begeisterte Schüler aus den umliegenden Schulen tolle zweieinhalb Stunden allerbester Unterhaltung. Musik, Tanz, Gesang und teilweise witzige Texte und Dialoge gab es live gespielt und gesungen zu hören. Peter Straub teilte sich diesen Erfolg mit seinem gesamten Team vom Gesangsverein. Mitglieder des Jugendchores haben in den neun Monaten der Vorbereitungszeit mit den Solisten und dem Chor geprobt, die Requisiten mussten gebaut werden und bis die jungen Ensemblemitglieder geschminkt sind und in ihren Kostümen stecken, bedarf es auch jeweils einer langen Vorlaufzeit. Genau wie bei den echten Musicals in Stuttgart oder Hamburg.

Für ihre Gesamtleistung wurden die Sänger, Schauspieler, Requisiteure, Licht- und Tontechniker sowie alle, die irgendwie mit eingebunden waren, mit minutenlangem, frenetischen Beifall von den Schülerinnen und Schülern belohnt.

Bericht und Foto’s: Schwarzwälder Bote, Peter Morlok


Der Frauennachmittag der Chorverbandes fand in Haiterbach und Heiligenbronn statt.

Vor kurzem trafen sich auf  Einladung der Frauenbeauftragten Bärbel Jedele 50 Sängerinnen aus verschiedenen Vereinen des Chorverbandes in Haiterbach zum traditionellen Frauennachmittag.
Erfreulicherweise  hatte sich die allseits bekannte, kompetente Dirigentin Verónika Kluge bereit erklärt, mit den Damen einen musikalischen Nachmittag zu gestalten.

Der erste Programmpunkt fand im Musiksaal der Haiterbacher Burgschule statt.
Der örtliche Liederkranz  hatte dankenswerterweise seinen Probenraum zur Verfügung gestellt und mit gekühlten Getränken bewirtet.

Marlies Schuler vom LK Haiterbach begrüßte die Gruppe offiziell, ebenso sprachen Verónika Kluge und Bärbel Jedele ein paar Grußworte.

Trotz einer Familienfeier ließ es sich auch der Verbandspräsident Hermann Friedrich  nicht nehmen, kurz vorbeizukommen und den Sängerinnen einen harmonischen Nachmittag zu wünschen.

Dann aber wurde eifrig gesungen. Verónika übte drei Lieder und zwei Kanons mit den Sängerinnen, teils auch mit Begleitung und beim Halleluja sang sie das Solo.

Nach zwei Stunden intensivem Proben, fuhr man nach Salzstetten zum Kloster Heiligenbronn und wurde von den dortigen Schwestern begrüßt.

Zunächst wurde in der Klosterkirche „    der Herr ist mein Licht und du aber bleibst“ Gesungen.

Dann wurde von den Schwestern die Entstehung und Namensgebung von Heiligenbronn erläutert.

Eine sehr eindrucksvolle Meditation erhielt die Gruppe zum Altarbild der Kirche.

Nach dem gemeinsamen Vaterunser stellte sich der Chor nochmals auf und sang „Frieden fängt im Kleinen an“ und „Halleluja“.

Auf besonderen Wunsch der Schwestern wurde noch gemeinsam „Großer Gott wir loben dich“ gesungen.

Danach konnte man noch im Klostergarten verweilen und von der Quelle trinken, die Heiligenbronn (ursprünglich „heiliger Brunnen“ ) den Namen gab.

Es gab noch viele gute Gespräche unter den Sängerinnen, ehe ein ereignisreicher Nachmittag zu Ende ging.


„Diese Kinder sind Edelsteine …“ Spendenübergabe des Projektchores „Perureise“

Mit einem gigantischen Konzert, das die Sängerinnen und Sänger vom Projektchor „Perureise“, unter der Leitung von Verónica Kluge, am 4. März in der Laurentiuskirche in Haiterbach veranstaltet haben, konnten die Organisatoren eine nicht unerhebliche Spende von € 2.600,00 an die Reiseveranstalterin Ute Wendel, von Wendy-Pampa-Tours, für die Kindertagesstätte „Casa Belén“ in Lima (Stadtteil Brena) übergeben.

Der größte Teil der Spendensumme kam von den zahlreichen Konzertbesuchern.

Hierfür ein herzliches Dankeschön.

Es war für alle Perureisenden eine Herzensangelegenheit für diese Kinder, die bei ihren alleinerziehenden Müttern in sozialen Brennpunkten in Lima aufwachsen, eine Perspektive zu bieten.
In dieser Oase bekommen die ca. 220 Kinder im Alter von 1 bis 6 Jahren – dies sind die entscheidenden Jahre für ihre Entwicklung – Bildung, Erziehung, Schutz, gesunde Ernährung und vieles mehr.

Ute Wendel wird in den nächsten Wochen persönlich den Scheck in Casa-Belén,der Träger ist das Sozialwerk der ev.-lutherischen Kirche, übergeben, und ganz im Sinne von Don Bosco plädieren:
„Diese Kinder sind Edelsteine, die auf der Straße liegen. Sie müssen nur aufgehoben werden und schon leuchten sie.“

Bildtext: von links nach rechts: Monika Braun-Witt, Ute Wendel, Klaus Fischer, Renate Dingler, Klaus-Peter Thierer, nicht auf dem Foto: Chorleiterin Verónica Kluge

 

Bericht: Monika Braun-Witt, Foto: Fritz Engelhard

 


Der MGV Klosterreichenbach feiert sein Jubiläumskonzert zum 140-jährigen Bestehen

Baiersbronn, 24. März 2018:

Als einer der ältesten Vereine in der Gemeinde feierte der Männergesangverein Klosterreichenbach (MGV) sein 140-jähriges Bestehen. Das tat er mit einem gelungenen Jubiläumskonzert, das traditionelle und moderne Chormusik vereinte.

 

In der fast voll besetzten Schwarzwaldhalle stieg die musikalische Geburtstagsparty. Den vielen Mitwirkenden waren die Freude und der Spaß am gemeinsamen Singen anzumerken. Unter der Gesamtleitung von Michael Hegenauer, der einmal mehr seine außergewöhnlichen Chorleiterqualitäten unter Beweis stellte, zeigten die Sänger aller Altersklassen, was Chorgesang auch heute noch bieten kann – Unterhaltung auf hohem Niveau mit Spaßfaktor und ganz viel Persönlichkeit. Hans Haist, Vorsitzender des MGV Klosterreichenbach, begrüßte stolz die vielen Gäste und blickte humorvoll in einer kurzen Zusammenfassung auf die 140-jährige Geschichte des Traditionsvereins zurück.

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Der Peru-Projektchor – Reisebericht

Von „Freude, schöner Götterfunken“ bis „Alle meine Entchen“: Bunt gemischt war das Gesangsprogramm, das der Peru-Projektchor fern der Heimat sang.
27 Sängerinnen und Sänger aus dem Gesamtgebiet des Chorverbandes Kniebis-Nagold rund um Chorleiterin Verónica Kluge und ihre zehn Begleiter melden sich nach ihrer Reise „Dank großartiger Arbeit der mitgereisten Reisebegleiterin Ute Wendel erleben Sie die peruanische Hauptstadt in all ihren Facetten“.

 

 

Die Eindrücke waren vielfältig: „Der hervorragenden peruanischen Küche mit ihrem reichen Angebot an Fisch, Fleisch, Gemüse und tropischen, teils bisher unbekannten Früchten und Säften, genossen mit Blick auf die Brandung des Pazifik oder während einer Reit-Show in einer kolonialen Finca, stehen die Armensiedlungen, viele Stunden im Stau, die Trockenheit der Küstenwüste und die Berichte über die Urvölker und die Eroberung durch die Spanischen ›Conquistadores‹ in der beeindruckenden Ausgrabungsstätte von Pachacamac, mit ihren beiden Haupt-Tempeln, den zahlreichen Residenzen und einem architektonisch perfekt angepassten modernen Museum gegenüber.“

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